Fokus Forschung: 1,5 Millionen Euro, 30 Mitarbeiter, 4 Standorte ... Zahlen und Fakten in der Bilanz

Montag 03. Juli 2017, 11:00

Die Lehr- und Forschungsgruppe Optronik

Optronik 1993

Mit der Berufung zum Professor für Optische Nachrichtentechnik im Jahre 1993 übernahm Prof. Heinz Döring die Leitung der Forschungsgruppe aus den Händen von Prof. Erhard Grimm und baute zielgerichtet den Schlüsselbereich der Optoelektronik aus. Spezialgebiet war und ist dabei die faseroptische Sensorik und deren Anwendungsfelder.

An vier Standorten war die Lehr- und Forschungsgruppe beheimatet. War es zunächst das Haus 3 auf dem Campus der Hochschule, so zog die Gruppe im Zuge der Renovierung des Gebäudes in Räume der Firma Spezialdraht Mittweida auf der Leipziger Straße. Später folgte ein Umzug in die Räume im Technologiepark Mittweida, bevor im Jahre 2002 die vierte Etage im Grunert-de-Jácome-Bau (Haus 6) zum Domizil der Forschungsgruppe wurde.

Seit 1993 wurden in der Lehr- und Forschungsgruppe über 70 Abschlussarbeiten betreut, darunter zwei Promotionen. Viele der Absolventen konnten im Anschluss an ihr Studium in Drittmittelthemen erste Erfahrungen im Berufsumfeld sammeln.

Über 30 Kolleginnen und Kollegen waren in den vergangenen Jahren in der Forschungsgruppe tätig. Mehr als 25 Forschungsthemen mit unterschiedlicher Laufzeit und Umfang wurden betreut, so wurden über 1,5 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben.

Zu einem Erfolgsthema wurde das hausintern entwickelte FOX-System auf der Basis eines faseroptischen Extensometers. Mehr als zehn dieser Systeme messen derzeitig erfolgreich an unterschiedlichen Standorten Bodenbewegungen und –verschiebungen. Zukünftig wird das Messsystem durch einen Forschungspartner produziert und vertrieben.

Ein weiteres Erfolgskapitel waren die internationalen Optronikkurse. In insgesamt 15 Kursen konnten über 200 Studierende wechselweise in Newcastle, Lannion bzw. Cergy oder Mittweida in länderübergreifender Zusammenarbeit unterschiedliche Schwerpunkte der Optoelektronik kennenlernen.

Was bleibt? Wie geht es weiter?
Die festangestellten ehemaligen Mitarbeiter der Forschungsgruppe wurden an andere Fachgruppen innerhalb der Fakultät INW angegliedert. Die Drittmittelangestellten der Forschungsgruppe fanden neue Perspektiven in Forschungsthemen oder Unternehmen.
Die Räume der Forschungsgruppe werden durch die Fakultät CB weiter genutzt.

Das Messsystem SnowFox bleibt weiterhin in der Dreifeldhalle in Mittweida zur Messung der kritischen Schneelast installiert. Für die Erweiterung und Komplettierung des Systems werden zwei studentische Hilfskräfte über die kommenden Monate gesucht (Kontakt über Frau Kober, Referat Forschung).

Abschließend ein herzliches Dankeschön an alle Kolleginnen und Kollegen sowie alle Forschungs- und Projektpartner für das erwiesene Vertrauen und die hervorragende Zusammenarbeit!

Fotos: LFG Optronik