Freie Bahn für sächsische Wissensströme

Dienstag 04. Juli 2017, 16:53

Saxony5 – Transferverbund sächsischer Hochschulen setzt sich im bundesweiten Wettbewerb „Innovative Hochschule“ mit einer Förderzusage durch

Transferverbund Saxony5

Im Verbund mit den vier anderen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Sachsen ist heute Vormittag die Hochschule Mittweida zur Förderung in der ersten Runde der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ ausgewählt worden. Die sächsischen HAW kooperieren nun die kommenden fünf Jahre beim Transfer von anwendungsnahem Wissen in die Gesellschaft und in die Wirtschaft. Das Verbundprojekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK).

Schwerpunkte des Engagements der Hochschule Mittweida im Verbundprojekt „Smart University Grid Saxony5" (sprich „Saxony high five“) sind der mediale Wissens- und Technologietransfer und die Kooperation in sogenannten „Co-Creation Labs“ unter anderem in der Lasertechnologie.

Innovativ und exzellent

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat heute Vormittag das Ergebnis des Wettbewerbs unter Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) und kleinen und mittleren Universitäten in ganz Deutschland bekanntgegeben: In der ersten Runde wurde auch das Konsortium aus den fünf sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Dresden, Leipzig, Mittweida, Zittau/Görlitz und Zwickau als „Innovative Hochschule“ ausgezeichnet. Ihr gemeinsames als exzellent ausgezeichnetes Projekt „Saxony5 - Smart University Grid“ wird nun über fünf Jahre gefördert.

Kernidee des Kooperationskonzepts ist eine stärkere Zusammenarbeit der Hochschulen beim Transfer und der Kooperation mit Unternehmen und Organisationen. Angelehnt an die  modernste Organisationsform von elektrischen Energienetzen wird im Projekt Smart University Grid der Transferverbund Saxony5 die Wissensströme intelligent vernetzen und sie besser am Bedarf der Partner in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ausrichten. Letztlich sollen neue Erkenntnisse und Erfindungen schneller zum Wohle der Bürger und Verbraucher in innovative Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden.

Hervorragende Gemeinschaftsleistung

„Die heutige Auszeichnung ist die Frucht einer hervorragenden Gemeinschaftsleistung der fünf Hochschulen während der Antragstellung und sie zeigt, dass die sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften endgültig Bestandteil der Exzellenzinitiative des Bundes geworden sind“, freut sich Professor Ludwig Hilmer, Rektor der Hochschule Mittweida und Landessprecher der sächsischen HAW. „Der Erfolg im Wettbewerb stärkt die Rolle dieses anwendungsnahen Hochschultyps in Sachsen. Der Transfer in die Wirtschaft und Gesellschaft wird nun beflügelt. Die strukturelle Entwicklung in Sachsen wird von diesem gemeinsamen Engagement profitieren.“

Die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ wurde 2016 von Bund und Ländern beschlossen. Sie ist mit bis zu 550 Millionen Euro für zwei Auswahlrunden à fünf Jahre ausgestattet und richtet sich insbesondere an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sowie an kleine und mittlere Universitäten.