Exzellent im Transfer: Hochschulverbund Saxony5 geht an den Start

Freitag 04. Mai 2018, 16:00

Sachsens Hochschulen für Angewandte Wissenschaften stellen in Leipzig gemeinsames Transferkonzept für die kommenden fünf Jahre vor

Tag für Tag entstehen in den Laboren, Werkstätten und Büroräumen der Hochschulen neue Ideen, neues Wissen und neue Technologien. Damit dieses Know-how noch schneller und zu breiteren Zielgruppen als bisher in die Praxis gelangt, haben sich die sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Dresden, Leipzig, Mittweida, Zittau/Görlitz und Zwickau zum Transferverbund Saxony5 zusammengeschlossen.

Zur öffentlichen Auftaktveranstaltung des Transferverbunds am 4. Mai 2018 an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) stellten die fünf Hochschulen ihre Strategie und Pläne für die kommenden fünf Jahre rund 150 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft vor.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sagte anlässlich des startenden Transferverbundes: „Unsere Hochschulen sind Orte voller Ideen und Erkenntnisse. Mir ist wichtig, dass wir mit den Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung das Leben unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger besser machen. Wir arbeiten deshalb daran, dass Innovationen noch schneller bei den Menschen ankommen. Mit Saxony5 packen jetzt fünf sächsische Hochschulen mit regionalen Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Partnern das Thema an und bilden ein dichtes Netzwerk quer durch den Freistaat Sachsen.“ Deutschlandweit investieren die Bundesregierung und die Länder mit der Initiative „Innovative Hochschule“ über zehn Jahre insgesamt 550 Millionen Euro in die Umsetzung innovativer Strategien des forschungsbasierten Wissenstransfers.

„Ich freue mich, dass die hohe wissenschaftliche Kompetenz der beteiligten fünf Hochschulen mit der Förderung des Bundes für Saxony5 bestätigt wird. Im Fokus der Hochschulen für Angewandte Wissen- schaften stehen immer die praktische Anwendung und damit der konkrete Nutzen wissenschaftlicher Erkenntnisse. Es stimuliert die Forschung, wenn sie die Anwendungsfragen der Praxis kennt, und es hilft den Unternehmen, wenn sie über Forschungsmöglichkeiten und -schwerpunkte der Hochschulen informiert sind und wissen, wie sie davon profitieren können. Die kooperierenden Hochschulen von Saxony5 werden ihre Aktivitäten zum Ideen-, Wissens- und Technologietransfer gemeinsam konzipieren, durchführen und kommunizieren. Damit versorgen sie Wirtschaft und Gesellschaft unseres Landes flächendeckend mit vernetztem Wissens- und Technologietransfer“, so die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange.

Prof. Gesine Grande, Rektorin der HTWK Leipzig und Gastgeberin der Auftaktveranstaltung, zeigt sich ebenfalls zufrieden: „Seit Jahren kooperieren die fünf Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Sachsen konzeptionell und inhaltlich in der Weiterentwicklung und Profilierung von Lehre, Forschung und Transfer. Saxony5 ist für uns eine große Chance, eine neue Qualität im Transfer von Wissen und Technologien zu erreichen. Die Zusammenführung unserer Kompetenzen und Netzwerke in Saxony5 ermöglicht es uns, neue Wege zu erproben, um den Austausch mit der Wirtschaft und auch mit der Gesellschaft zu intensivieren“.

Nach den Grußworten stand die Vorstellung der Projektstruktur und der Umsetzungskonzepte der zwölf Teilvorhaben im Mittelpunkt. Umrahmt von einer Posterpräsentation entstanden beim anschließenden Get-together intensive Diskussionen über Potenziale und Wirkungsdimensionen der Transferansätze von Saxony5.

„Die Stärkung des Wissens- und Technologietransfers in Sachsen ist ein Kernanliegen unserer Hochschulen. Dabei soll dieses gemeinsame Vorhaben einen wichtigen Beitrag leisten. Es geht hier insbesondere darum, Kooperationen und Projekte mit der Industrie aber auch anderen Akteuren aus Wirtschaft und Gesellschaft zu initiieren oder bestehende Kooperationen zu intensivieren. Eine Reihe von innovativen Maßnahmen soll helfen, aktuelle Fragestellungen in Wirtschaft und Gesellschaft forschungsbasiert zu lösen.“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Uwe Mahn, Projektleiter und Prorektor Forschung der Hochschule Mittweida, den Grundgedanken des Projekts.

Die beteiligten Hochschulen wollen durch die intelligente Vernetzung ihrer Kompetenzprofile und Ressourcen in Form interdisziplinärer Zusammenarbeit den forschungsbasierten Wissens- und Technologietransfer stärken und auch methodisch eine neue Qualität im Transfer erreichen. Hierfür wird der HAW-Verbund im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ über fünf Jahre vom BMBF und vom SMWK gefördert. Professor Ludwig Hilmer, Rektor der Hochschule Mittweida, freut sich über diese Förderung, die die Hochschule Mittweida und die anderen vier sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften erhalten: „Neben der Unterstützung des technologieorientierten Transfers primär in Unternehmen wird auch der gesellschaftliche Transfer in den Fokus gerückt. Es ist ein Anfang. Die Förderung setzt dort an, wo unser anwendungsnaher Hochschultyp schon heute stark ist und fördert das Hineinwirken der fünf Hochschulen in der Dritten Mission in die Zivilgesellschaft und den Wirtschaftsstandort Sachsen.“

 

Weitere Informationen:
https://www.rektorat.hs-mittweida.de/prorektor-forschung/projekte-prorektorat/innovative-hochschule-saxony-high-five.html

www.haw-sachsen.com

www.innovative-hochschule.de/de/innovative-hochschulen/saxony5

 

Zur Videodokumentation bitte diesem Link folgen.

Über Saxony5: Der Transferverbund Saxony5 der fünf sächsischen HAW existiert seit dem 1. Januar 2018 und wird im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert. Die beteiligten Hochschulen wollen durch die intelligente Vernetzung ihrer Kompetenzprofile und Ressourcen in Form interdisziplinärer Zusammenarbeit den forschungsbasierten Wissens- und Technologietransfer stärken und auch methodisch eine neue Qualität im Transfer erreichen.

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK)
Förderdauer (1. Auswahlrunde): 2018 bis 2022
Fördersumme Saxony5: ca. 15 Mio. Euro für fünf Jahre

Beteiligte Hochschulen: Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW); Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig); Hochschule Mittweida (HSMW); Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG); Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ)

Direkte Partner: Cinector GmbH; Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS); ICM – Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V.; Naturschutzbund Deutschland, Landesverband Sachsen e.V.; TechnologieZentrumDresden GmbH; Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH

Teilvorhaben 1: Pro-Transfer Change Management (Prof. Markus Krabbes, HTWK Leipzig)
Teilvorhaben 2: OrgaNetz Transfer (Prof. Knut Schmidtke, HTW Dresden)
Teilvorhaben 3: Co-Creation Lab „Fabrik der Zukunft“ (Prof. Dirk Reichelt, HTW Dresden)
Teilvorhaben 4: Co-Creation Lab „Vernetzte Mobilität“ (Prof. Andreas Pretschner, HTWK Leipzig)
Teilvorhaben 5: Co-Creation Lab „Additive Fertigung“ (Prof. Horst Exner, Hochschule Mittweida)
Teilvorhaben 6: Co-Creation Lab „Versorgungsinfrastruktur“ (Prof. Tobias Zschunke, Hochschule Zittau/Görlitz)
Teilvorhaben 7: Co-Creation Lab „Landwirtschaft und Biodiversität“ (Prof. Knut Schmidtke, HTW Dresden)
Teilvorhaben 8: Co-Creation Lab „Oberflächentechnik“ (Prof. Silke Mücklich, Westsächsische Hochschule Zwickau)
Teilvorhaben 11: Cluster für medialen Wissens- und Technologietransfer (Prof. Christof Amrhein, Hochschule Mittweida)
Teilvorhaben 12: Businesscluster für Verwertungsplanung (Prof. Christian Busch, Westsächsische Hochschule Zwickau)
Teilvorhaben 13: Marktplatz der Ideen (Prof. Tobias Zschunke, Hochschule Zittau/Görlitz) Teilvorhaben 14: Transfer über Köpfe (Prof. Anne-Katrin Haubold, HTW Dresden)

Text: Saxony5-Presseinformation, Hochschule Mittweida
Fotos: Helmut Hammer, Hochschule Mittweida