Fokus Forschung: Mit Protonen gegen den Krebs

Dienstag 24. April 2018, 14:00

Dr.-Ing. David Weinberger verteidigt erfolgreich seine Promotion

Erfolgreicher Abschluss:
Dr. David Weinberger (Mitte) mit
seinen beiden Doktorvätern
Prof. Werner Günther (links) und
Prof. John Thomas Horstmann (rechts)

Vor fast genau einem Jahr nahm David Weinberger an der 18. Nachwuchswissenschaftlerkonferenz in Mittweida teil und stellte dort sein Promotionsthema zur direkten und indirekten Erfassung von Gammastrahlung bei der Strahlentherapie mittels Halbleiterdetektoren vor. (NWK18-Beitrag)

Im März verteidigte er seine Promotion vor dem Prüfungsausschuss an der TU Chemnitz, im April erfolgte die Übergabe der Promotionsurkunde mit dem Prädikat „cum laude“ an Dr.-Ing. David Weinberger.

Gutachter der Arbeit waren Prof. John Thomas Horstmann von der TU Chemnitz und Prof. Werner Günther von der Hochschule Mittweida.

Im Rahmen des kooperativen Promotionsverfahrens untersuchte Herr Dr. Weinberger die Eignung von Cadmium-Zink-Tellurid- (CdZnTe-)-Detektoren für die Kontrolle der Reichweite von Ionenstrahlung durch die Analyse der dabei auftretenden Gammastrahlung.

Die Strahlentherapie hat seit einigen Jahren einen festen Platz als Alternative bzw. Ergänzung bei der Behandlung von Tumorerkrankungen eingenommen, in Deutschland werden bereits über 60% der Patienten mit dieser Methode behandelt. Der Einsatz von Ionenstrahlung ermöglicht ein zielgenaues Zerstören des Tumorgewebes.

Im Ergebnis der Arbeit von Dr. David Weinberger entstand ein Auswerteverfahren für energieabhängige Gamma-Spektren, das bekannte Verfahren in seiner Genauigkeit weit übertrifft. Erste Ergebnisse für eine Anwendung in der therapeutischen Medizin liegen bereits vor.

Dr. David Weinberger wird weiterhin am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf tätig sein und die für seine Dissertation durchgeführten Arbeiten fortsetzen und erweitern.

Wir gratulieren Herrn Dr. David Weinberger herzlich zu seiner Promotion und wünschen viel Erfolg für den weiteren Lebensweg!

Text: Prof. Werner Günther, Annett Kober
Fotos: privat