Fokus Forschung: Stuttgart und Hannover in zwei Wochen

Dienstag 05. Juni 2018, 14:00

Wissenschaftler der Hochschule präsentieren Forschungsergebnisse auf drei Messen

In den kommenden beiden Wochen stellt die Hochschule Mittweida aktuelle Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung auf insgesamt drei Messen aus.

Der Startschuss fällt heute in Stuttgart mit den Messen LASYS und Surface Technology Germany. Auf beiden Messen ist das Laserinstitut Hochschule Mittweida (LHM) bis zum kommenden Donnerstag vertreten. Die LASYS ist die Internationale Fachmesse für Laser-Materialbearbeitung. Am Stand des LHM in Halle 4, Stand 4A11 stehen vor allen Dingen die Hochrate-Lasermikrobearbeitung sowie die Lasermikrostrukturierung von Mikrooptiken im Mittelpunkt.

Die Hochrate-Lasermikrobearbeitung hat das Potenzial, zu einer Schlüsseltechnologie für die moderne Mikrofertigung und -produktion aufzusteigen, denn sie kombiniert Hochgeschwindigkeitsbearbeitung und Präzision und ist somit ein ausgezeichnetes „Werkzeug“, um mikroskalige Oberflächenmerkmale mit Strukturdimensionen im Bereich von einigen hundert Nanometern bis einigen hundert Mikrometern in angemessenen Zeiträumen auf großen Materialoberflächen zu generieren.

Mit Hilfe der Fluorlasermikrostrukturierung ist es möglich, Oberflächen mit einer definierten Krümmung in nahezu jedem optischen Material und insbesondere auch in wide-band-gap Materialien, wie Kalziumfluorid, herzustellen. Die Besonderheit des eingesetzten Verfahrens besteht darin, dass die Maske und nicht das Substrat gedreht wird, wodurch die Mikrooptiken an beliebiger Stelle auf dem Substrat, z.B. auch in Form von Arrays, angeordnet werden können. Somit ist auch eine Fertigung von optischen Elementen auf Wafern problemlos möglich.

Ebenfalls in Stuttgart findet mit der Surface Technology Germany die Internationale Fachmesse für Oberflächen und Schichten statt. Unter den 300 Ausstellern ist das LHM in Halle 1, Stand J22 ebenfalls vertreten und stellt die superharten ta-C-Schichten vor. Diese hochverschleißfesten Schichten sind nahezu spannungsfrei, weisen eine bis dato unübertroffene Schichthärte auf und können auch auf temperaturempfindlichen Materialien zum Einsatz kommen. Neben dem Einsatz zum Verschleißschutz bieten die ta-C-Schichten aufgrund ihrer chemischen Resistenz, Biokompatibilität und Dotierbarkeit auch eine breite Palette an weiteren Anwendungsmöglichkeiten, bspw. in der Medizintechnik, Lebensmittelindustrie oder Sensorik

Einen ganz anderen Schwerpunkt setzen Prof. Marc Ritter und die Nachwuchsforschergruppe „Agile Publika“ auf der CeBIT, die in der kommenden Woche in Hannover stattfindet. Am Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ der Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an den Ständen G78 und H84 in Halle 27 präsentieren sie Interdisziplinarität im Spannungsfeld moderner Medieninformatik. Dort geht es vor allem um die automatisierte Datenerfassung, die Text- und Netzwerkanalyse sowie das maschinelle Lernen für die Aktivitäts-, Mobilitäts- und Publikumsforschung.

Wir wünschen den Mittweidaer WissenschaftlerInnen erfolgreiche Messetage!

 

Text: Annett Kober, Michael Pfeifer
Grafik: LHM