Fokus Forschung: 10. Mittweidaer Workshop für Computational Intelligence (MiWoCI)

Donnerstag 26. Juli 2018, 09:00

Austausch über Forschungsergebnisse im Bereich des maschinellen Lernens

Teilnehmer am 10. MiWoCi-Workshop in Mittweida

In der Zeit vom 25.-27. Juni fand der nunmehr zehnte Workshop für Computational Intelligence an der Hochschule Mittweida statt. Dieses Jahr wurde der Workshop vom Sächsischen Institut für Computational Intelligence und Machine Learning (SICIM) der Hochschule Mittweida zusammen mit Institut für Computational Intelligence und intelligente Datenanalyse Mittweida e.V. organisiert. Die Tagungsleiter waren Prof. Thomas Villmann (SICIM, HS Mittweida) und Prof. Frank-Michael Schleif von der Hochschule Würzburg.

Wieder hatten auch internationale Gäste den Weg nach Mittweida gefunden, um neueste Forschungsergebnisse auf dem Gebiet des maschinellen Lernens auszutauschen Prof. Kerstin Bunte (University Groningen) referierte über Ähnlichkeitsmaße für Daten im medizinischen Kontext. Prof. Michael Biehl (ebenfalls University Groningen) gab in einem brillanten Vortrag Einblicke über mathematische Methoden der statistischen Physik im Kontext des maschinellen Lernens.

Der an die Hochschule Zwickau neu berufene Prof. Sven Hellbach sprach über Visionen im Design intelligenter Systeme unter Verwendung neuester Erkenntnisse aus dem Bereich künstlicher neuronaler Netze. Bielefelder Forscher stellten neue Aspekte zum Lernen von adaptierten Modellen in sich ändernden Datenumgebungen vor (Transferlernen).

Von der Hochschule Mittweida fanden die Beiträge zu neuartigen Regularisierungstechniken von Prof. Thomas Villmann und zu Multi-Klassifizierungs-Modellen von Dr. Marika Kaden beim Publikum großen Anklang. Die (Noch-)Bachelor-Studentin Katrin Bohnsack stellte Ergebnisse ihres interdisziplinären Bachelorprojektes zur Bioinformatik vor, welches sich mit der mathematischen Analyse von mRNA-Degradationsprozessen beschäftigt (Projektbetreuung Prof. Wünschiers und Prof. Villmann).

Interessierte Masterstudenten hatten ebenfalls die Möglichkeit, die wissenschaftlichen Diskurse zu verfolgen. Insgesamt waren mehr als 25 Wissenschaftler am Workshop beteiligt.

Neben der wissenschaftlichen Arbeit sorgte ein nun schon traditionelles Begleitprogramm mit Kajakpaddeln, Floß-Grill-Party und Klettergarten für Abwechslung und Entspannung. Prof. Thomas Villmann sorgte mit einer Judo-Vorführung für ein neues Highlight.

Alle Teilnehmer begrüßten ausdrücklich die Ankündigung, den Workshop auch im nächsten Jahr wieder durchzuführen.

Text: Prof. Thomas Villmann
Fotos: privat