Fokus Forschung: Altes geht - Neues kommt

Monday 13. February 2017, 15:00

Personelle Wechsel in den Forschungsgruppen bigM und FoSIL

Als einer von vielen Promovenden, aus den Reihen von Prof. Dirk Labuddes Forschungsgruppen, konnte Paul Reinhold seine Dissertationsschrift erfolgreich verteidigen. Innerhalb eines kooperativen Promotionsverfahrens mit der TU-Chemnitz, der Hochschule Mittweida und einem im IT-Sektor angesiedelten Unternehmen erreichte Paul Reinhold einen wichtigen Meilenstein seines akademischen Werdeganges.

Seinen wissenschaftlichen Beitrag zum Thema "Identifikation relevanter Kriterien zur Evaluierung der Praxistauglichkeit von Technologieansätzen im Cloud Computing Umfeld mit dem Fokus auf Datenschutz und Datensicherheit", konnte Paul Reinhold innerhalb eines 30-minütigen Vortrages sowie einer anschließenden 60-minütigen Fragerunde mit Bravur vor einem sehr kritischen Fachpublikum verteidigen.

Alle Mitglieder der Forschungsgruppen bigM und FoSIL beglückwünschen Herrn Doktor rer. nat. Paul Reinhold zu seiner Leistung und wünschen ihm auf diesem Weg alles Gute und viel Erfolg für seinen weiteren privaten und beruflichen Weg.

Mit Hanna Siewerts, konnte der Weggang von Dr. Paul Reinhold und die daraus resultierende Lücke an wissenschaftlichem KnowHow schnell geschlossen werden. Hanna Siewerts, eine Experting in den Bereichen "Language Sciences" und "English Speaking Cultures", komplettiert von nun an das forensische Team (FoSIL) um  Prof. Dirk Labudde.

Aufgewachsen in Berlin und in der Nähe von Bremen, verfasste Hanna Siewerts ihre Bachelorarbeit bereits im Bereich der Forensischen Linguistik zum Thema "Evaluation in US Courts" an der Universität Bremen, bevor sie über mehrere Auslandsaufenthalte (USA, Kolumbien), ihr Masterstudium an der Cardiff University (Wales) in Angriff nahm. Ihr dortiges Studium umfasste die Schwerpunkte "linguistics in the courtroom", "police interviews", "vulnerable witnesses" sowie "language as evidence", wobei ihre persönliche Motivation aus verschiedenen Projekten hervorging. Sie befasste sich zum Beispiel gezielt mit der Erstellung von sogenannten "Easy Read documents" für Sexualstraftäter in britischen Gefängnissen. Ihren Masterabschluss (MA Forensic Linguistics) erhielt Hanna Siewerts zum Thema "Assessing the unity of a collection of documents by the RAF (Red Army Fraction) using methods applied in forensic authorship attribution", in dem sie sich mit der gezielten Erkennung von Autorenschaften verfasster RAF-Artikel auseinandersetzte.

Das umfangreiche Wissen aus dem Bereich der forensischen Linguistik und darüber hinaus befähigt Hanna Siewerts, den anspruchsvollen Weg der Promotion zu gehen. Unter der Leitung ihres Doktorvaters Prof. Joachim Scharloth und Mentors Prof. Dirk Labudde erfolgt, im Rahmen einer kooperativen Promotion mit der TU-Dresden und der Hochschule Mittweida, die wissenschaftliche Bearbeitung des spannenden Themas "Linguistische Untersuchung des Verhaltens von Social Bots und deren Auswirkung auf die forensische Analyse von sozialen Netzwerken". Alle Mitglieder, im Speziellen die Forschungsgruppen von Prof. Dirk Labudde, wünschen Hanna viel Kraft und Erfolg auf diesem Weg.

Weieter Informationen zu den Forschungsgruppen

Text und Bilder: Steffen Grunert,
Portrait: Paul Reinhold