Fokus Forschung: Unterschiedliche Studierende - unterschiedliche Wege

Tuesday 08. August 2017, 08:00

Forschungsteam der Hochschule Mittweida stellt Ergebnisse zum Thema Inklusion von nicht-traditionellen Studierenden auf der Human-Computer Interaction Konferenz vor

19. internationale Konferenz Human-Computer
Interaction (HCI International)

Vom 9. bis 14. Juli 2017 fand in Vancouver, Kanada die 19. internationale Konferenz Human-Computer Interaction (HCI International) statt, auf der über 1800 Wissenschaftler, Lehrende, Praktiker und Anwender aus knapp 60 Ländern ihre Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Mensch-Computer Interaktion vorstellten und diskutierten.

Darunter befand sich auch eine Präsentation der Hochschule Mittweida zum Thema Inklusion von nicht-traditionellen Studierenden durch den Einsatz von digitalen Lehr- und Lerntechnologien. Dr. Verena Jahn (Fakultät Medien) stellte die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Ermöglichung dualer Karrieren von Studierenden in besonderen Lebenslagen durch die Etablierung neuer Lehr-/Lernkulturen“ vor.
Das Projekt wurde von Prof. André Schneider (Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen) geleitet und erprobte bis Ende letzten Jahres  innovative online-basierte Lehr-/ Lernszenarien für nicht-traditionelle Studierende. Die Schwerpunkte lagen dabei auf den Zielgruppen der studierenden Spitzensportler und berufsbegleitend Studierenden, deren Unterschiede zu traditionellem Studierenden vor allem in der anspruchsvollen Vereinbarung von Studium und Spitzensport bzw. Studium und Beruf/Familie liegen. Doch auch für die Hochschulen ergeben sich durch die unterschiedlichen Rahmenbedingungen der nicht-traditionellen Studierenden organisatorische, technologische und didaktische Herausforderungen, die ebenso im Vortrag erörtert wurden.

Neben der Präsentation der Forschungsergebnisse ergaben sich zahlreiche Austausch- und Diskussionsmöglichkeiten mit international tätigen Wissenschaftlern, deren Untersuchungsgegenstande von User Interface Design, über Social Media und Virtual Reality reichten. Diese interdisziplinäre Bandbreite von ingenieur-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Ansätzen wurde bereits in der Keynote von Prof. Ben Shneiderman thematisiert, der über Herausforderungen der Forschung im Bereich der Mensch-Computer-Interaktion sprach. Im Themenbereich der Learning and Collaboration Technologies, in den auch der Mittweidaer Beitrag zugeordnet war, ging es vor allem um die Messung von Lernfortschritten, digitale Kompetenz und Integrationsaspekte für unterschiedliche Ausbildungsstufen.

Der Beitrag Different Students – Different Ways: Challenges of Integrating Non-traditional Students in Higher Education and How Electronic Learning Can Support Inclusion entstand in fakultätsübergreifender Kooperation von Prof. André Schneider, Prof. Susanne Günther (Fakultät Medien), Linda Heise und Dr. Verena Jahn und spiegelt damit den interdisziplinären Ansatz der im Projekt umgesetzten Entwicklung innovativer und tragfähiger Lehr-/ Lernkonzepte wider. Er kann über SpringerLink abgerufen werden.

Für weitere Informationen zum Forschungsprojekt sowie zur Präsentation auf der HCI International-Konferenz 2017 stehen Prof. André Schneider und Dr. Verena Jahn zur Verfügung.

Text: Dr. Verena Jahn
Bilder: privat