Ideenwettbewerb – Studierende aus Mittweida auf Erfolgskurs

20.02.2019, 09:00

Beim standortübergreifenden SAXEED-Ideenwettbewerb „Schicke Ideen“ räumt die Hochschule Mittweida ab

Die Siegerteams aus der
Hochschule Mittweida mit ihren
Betreuern Dr. Frank Schumann (1.v.l.),
Tomás Cabrera (2.v.r.) und Dirk Liebers (1.v.r.)

Gleich beide Mittweidaer Teams im Finale aus der Kategorie Studierende werden für ihre Idee ausgezeichnet. Sie qualifizierten sich vorab durch das zweistufige Verfahren. In der ersten Runde reichten sie schriftlich ihre Ideen ein. Die Ideen der beiden Teams wurden durch Experten aus verschiedenen Fachbereichen in die zweite, finale Runde gewählt. Dabei hat dann nicht nur eine Live-Jury aus Experten, sondern auch das Publikum direkt mit abgestimmt. Wie im letzten Jahr wurden Mittweidaer Teams mit Bestplatzierungen für ihre innovativen Ideen gewürdigt (hier der ganze Artikel).

„KeepcOntrol“ überzeugten diesmal mit ihrer Idee bei einem dreiminütigen Pitch in der Bar Ausgleich an der TU Chemnitz. Authentisch und mit Show-Einlage präsentierten Claudia Schröter, Lina Steinhäußer und ihr Team die Idee für einen Strohhalm aus einem speziellen Biopolymer, welcher in Verbindung mit KO-Tropfen durch eine biochemische Reaktion zu leuchten beginnt. Mit dieser Idee kann die Gefahr unbeabsichtigt gefährliche Substanzen beim Ausgehen verabreicht zu bekommen, deutlich minimiert werden. Um dem Publikum ihr Konzept näher zu bringen, veranschaulichten sie während des Pitches an der Bar das Prinzip ihrer Idee und brachten das Publikum zum Staunen. Besonders beeindruckt von „KeepcOntrol - der K.O.-Tropfen Strohhalm Schnelltest“ war auch Manuela Harken von der Sächsischen Aufbaubank: „Als Mutter finde ich Ihre Idee besonders gut! So könnte ich beruhigt schlafen, wenn meine beiden Töchter nachts ausgehen.“ Sie übergab den mit 300 Euro dotierten dritten Platz der Kategorie Studierende an das Team.

Eine lebensrettende Idee hat auch Elisa Israel von der Hochschule Mittweida. Die einfache Lösung für ein dringendes Problem verhalf ihr zur Bestplatzierung beim Ideenwettbewerb in der Kategorie Studierende: Sie möchte eine Diabetiker-Notruf-App entwickeln, die auf bestehenden und von der Krankenkasse geförderten Geräten zur Blutzuckerüberwachung aufbaut. Dabei soll die App der Molekularbiologie/Bioinformatik Studentin permanent die Blutzuckerwerte abrufen und im Falle einer Unter- oder Überzuckerung ein Alarmsignal absetzten. Ist der Betroffene nicht mehr in der Lage den Alarm eigenständig zu deaktivieren, wird automatisch ein Notruf mit Standortdaten an den Rettungsdienst abgesetzt. So kann im Alarmfall eine schnelle Hilfe gewährleistet werden. Keine oder zu späte Hilfe kann bei Ohnmachtsanfällen infolge einer Unter- oder Überzuckerung im schlimmsten Fall den Tod für Diabetes-Typ I-Patienten bedeuten. Das Potenzial und die Dringlichkeit dieser Lösung erkannte die Experten-Jury und das Publikum gleichermaßen und wählten die Diabetiker-Notruf-App auf Platz eins.

Beste Motivation und Unterstützung

Ein kleiner Indikator für den Erfolg ihrer Idee war schon der Crowdfunding-Contest beim SAXEED Gründerstammtisch am 8. Januar in Mittweida. Aufgrund des zahlreichen positiven Feedbacks der Community erzielte sie schon da die Bestplatzierung (hier der ganze Artikel zum Gründerstammtisch). Nun gilt es die Idee umzusetzen. Doch dafür sucht Elisa Israel aktuell noch nach Finanzierungsmöglichkeiten. Einen kleinen Anschub hat sie nun durch den mit 1.000 Euro dotierten ersten Platz beim Ideenwettbewerb erhalten. Gestiftet und übergeben wurde dieser Preis von der Volksbank Chemnitz eG.

Bereits von Beginn an haben Prof. Dr. Röbbe Wünschiers, Studiendekan für Molekularbiologie/Bioinformatik und Prof. Dr. Ulla Meister, Leiterin von SAXEED am Standort Mittweida die Ideen unterstützt und die Teams motiviert am Wettbewerb teilzunehmen. Prof. Dr. Röbbe Wünschiers steht in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit dem Gründernetzwerk SAXEED an der Hochschule Mittweida. „Von der engen Zusammenarbeit zwischen dem Studiengang Molekularbiologie/Bioinformatik und dem Gründernetzwerk SAXEED profitieren die Studierenden enorm. So können die vielen guten Ideen, die in den einzelnen Modulen entstehen direkt umgesetzt und in die Praxis überführt werden.“, berichtet Prof. Dr. Ulla Meister über die Zusammenarbeit. So stammten die meisten Einreichungen der Kategorie Studierende beim standortübergreifenden SAXEED-Ideenwettbewerb „Schicke Ideen“ von der Hochschule Mittweida.

Mehr über die Arbeit des Gründernetzwerks SAXEED an der Hochschule Mittweida erfahren Sie hier.

Text: Caroline Auerswald
Fotos: Tomás Cabrera