Fokus Forschung: Cyanidfreie Gold(I)komplexe im Visier

25.03.2019, 11:00

Die Hochschule Mittweida auf der Hannover Messe

Vom 01. bis zum 05. April 2019 treffen sich die führenden Industrievertreter, Wissenschaftler, Dienstleister und Anwender in Hannover zur weltgrößten Industriemesse. „Get new technology first“ ist das Thema der Messe, die zahlreiche weitere Leitmessen unter einem Dach vereint.
Mit dabei ist auch die Hochschule Mittweida am Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ in Halle 2, Stand A38.

Prof. Frank Köster und die Mitglieder seiner Forschungsgruppe präsentieren Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Oberflächentechnik. In diesem Jahr geht es speziell um Oberflächen für die Leiterplattenfertigung.

Aufgrund der Toxizität soll das bisher verwendete Kaliumgold(I)cyanid aus galvanotechnischen Prozessen zu eliminiert werden. In Zusammenarbeit mit der SAXONIA Edelmetalle GmbH ist es gelungen, einen Gold(I)-Methansulfonat-Komplex prozesssicher zu synthetisieren, der zur Formulierung eines stabilen, cyanid- und halogenfreier Chemisch Gold Elektrolyt verwendet werden kann.
Mit diesem neu entwickelten Chemisch Gold Elektrolyten konnten haftfeste Goldschichten von 20–60 nm auf mit Chemisch Nickel erzeugten Oberflächen bei Raumtemperatur realisiert werden. Damit kann ein stabiler cyanidfreier Chemisch-Nickel-Gold-Prozess (ENIG) als Endoberfläche für die Leiterplattenfertigung für Bond- und Lötapplikation eingesetzt werden.

 

Als Aussteller stehen der Hochschule Mittweida Ticket-Codes für den kostenlosen Eintritt auf die Hannover-Messe zur Verfügung. Bei Interesse nehmen Sie bitte direkt mit Prof. Köster Kontakt auf.

Weitere Informationen zur Forschungsgruppe Oberflächen- Galvanotechnik

Weitere Informationen zur Hannover Messe

Text: Prof. Frank Köster, Annett Kober
Fotos: Forschungsgruppe