Fokus Forschung: Innovative Hochschule und Transfer im Co-Creation Lab (CCL)

Montag 10. September 2018, 10:00

CCL3 „Fabrik der Zukunft“

An dieser Stelle stellen wir in loser Folge das Projekt Saxony5 und seine Teilvorhaben vor.

Partner im Projekt Saxony5 sind die fünf Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs) im Freistaat Sachsen in Dresden, Leipzig, Mittweida, Zittau und Zwickau. Das Projekt Saxony5 soll die einzelnen HAWs Sachsens zusammenbringen, deren Kompetenzen bündeln und somit die verschiedenen Forschungsprofile der HAWs und die Regionen sowie die Position der HAWs stärken.

Die Forschungskompetenzen der teilnehmenden Hochschulen werden in Co-Creation-Labs, sogenannten CCLs gebündelt.

Was ist ein Co-Creation Lab?
Co-Creation Labs (CCL) sind eine Möglichkeit eine Brücke zwischen den HAWs zu schlagen. Die CCL sind Transferlabore, in denen die fachlichen Kompetenzen und die verschiedenen Untersuchungsmöglichkeiten der einzelnen HAWs gebündelt werden, um ein markt- und/oder gesellschaftsrelevantes Thema gemeinsam zu bearbeiten. Ziel ist es, als Systemanbieter für die Wirtschaft öffentlich wahrgenommen zu werden und zusammen mit den Unternehmen neue Ideen auszutesten und anwendbare Lösungen zu generieren. Dabei sollen neue Technologien entwickelt und eingesetzt werden. Das Netzwerken mit anderen Einrichtungen, Unternehmen und Transferanbietern, die Möglichkeit zur Weiterbildung sowie die Generierung neuer Kooperationen sind ebenfalls Ziele der Co-Creation Labs.

Für Unternehmen und Forschungseinrichtungen wurde im Projekt Saxony5 ein sogenannter Transfersteckbrief entwickelt. Er spiegelt kurz und knapp die Kompetenzen und Forschungsschwerpunkte der Wissenschaftler in diesem CCL wider.

Im Projekt Saxony5 sind insgesamt 6 CCLs sowie 6 fachübergreifende Teilvorhaben (TVs) verankert.

Eines der CCLs ist das CCL3 “Fabrik der Zukunft“, das an der Hochschule Mittweida durch Prof. Alexander Winkler und Christian Thormann aus der Fakultät Ingenieurwissenschaften vertreten wird.
Die industrielle Produktion befindet sich aktuell im Wandel hin zur Digitalisierung. In diesem Zusammenhang wurde der Begriff Industrie 4.0 geprägt. Ein wichtiges Automatisierungsmittel in der industriellen Fertigung sind Industrieroboter. Sie werden überwiegend für Montage- und Handhabungsaufgaben sowie zur Oberflächenbearbeitung eingesetzt. Kern des CCL3 „Fabrik der Zukunft“ an der Hochschule Mittweida sind mehrere Industrierobotersysteme, welche mit unterschiedlicher Sensorik (Kraft-/Moment, Taktil, Vision, etc.) und RFID-Technik (Radio-Frequency Identification) ausgestattet sind.
Ziel der Kombination von Robotern und moderner Sensorik ist es, die Roboter in flexiblen Fertigungsprozessen so zu steuern, dass die Prozessparameter nachhaltig verbessert werden. Dies kann man beispielsweise durch sensorgeführte Roboterbewegungen, dynamische Bahnplanung sowie intelligente Werkstücke erzielen.
Entsprechende Kompetenzen können mit den Demonstratoren am CCL der Hochschule Mittweida präsentiert und zur Initiierung von FuE-Projekten genutzt werden.

Der Transfersteckbrief des CCL3 an der Hochschule Mittweida ist hier verfügbar.

Wer sich einen Eindruck von der Arbeit des CCL verschaffen möchte, ist herzlich zum Robotik-Workshop am 20. September eingeladen. Weitere Informationen dazu sind hier verfügbar.

Weitere Informationen zu Saxony5

 

Text: Rita Fuchs, Prof. Alexander Winkler
Foto: Annett Kober