Fokus Forschung: safe-UR-Chain - Blockchain für Produktionsnetzwerke

17.02.2020, 10:00

Zweites Projekttreffen in Mittweida

Das Verbundvorhaben safe-UR-chain wird von ALTRAN, XENON, dem Fraunhofer IWU und der Hochschule Mittweida bearbeitet. Als assoziierte Partner sind außerdem Vitesco Technologies und die in.hub GmbH involviert. Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der Bekanntmachung „Zivile Sicherheit – Kritische Strukturen und Prozesse in Produktion und Logistik“ unter den Förderkennzeichen 13N15150 bis 13N15153 gefördert. Seitens der Hochschule sind Herr Prof. Dr.-Ing. Andreas Ittner und Herr Prof. Dr.-Ing. Volker Delport für das Vorhaben verantwortlich.

Ziel ist die Erforschung, Implementierung und Validierung eines Blockchain-Systems für Produktionsnetzwerke. Dieses wird durch inheränte IT-Sicherheitsmechanismen ergänzt. Durch den Einsatz modernster Lösungen zur Überwachung der Kommunikation zwischen den Produktionsanlagen in Kombination mit Blockchain-basierten Sicherungsmechanismen werden sämtliche über das System fließenden Datenströme automatisch manipulationssicher, redundant und rückverfolgbar abgelegt. Mechanismen zur Erhöhung der Ausfallsicherheit sowie zur Prävention und Erkennung von Cyberkriminalität werden direkt in das Design des Zielsystems integriert.

Durch die Realisierung des safe-UR-chain Systems wird ein wichtiger Beitrag zur Absicherung ziviler Produktions- und Wertschöpfungsnetzwerke geleistet. Durch die fest verankerten Schutzmaßnahmen werden mangelhafte oder manipulierte Produktionsdaten erkannt, bevor Produkte in der Weiterverarbeitung wirtschaftliche Schäden verursachen oder beim Endverbraucher im öffentlichen Raum eine Bedrohung für die zivile Sicherheit darstellen können.

Der fünfte Projektmonat neigt sich dem Ende. Also haben sich die Partner des Verbundprojekts safe-UR-Chain am 14. Januar 2020 an der Hochschule Mittweida getroffen, um sich mit dem Projektträger über die Arbeitsfortschritte auszutauschen. Am Tag darauf kamen die Teilnehmer am Fraunhofer IWU in Dresden zu einem weiteren Arbeitstreffen zusammen.

Fortschritt des Projekts

Die Partner haben in der letzten Arbeitsperiode zahlreiche Anforderungen und Ist-Stände für die geplanten Anwendungsfälle erfasst und dokumentiert. Hier zeigte sich, wie umfassend und komplex die Arbeitsabläufe bei VITESCO und XENON tatsächlich sind. Zeitgleich konnte eine detaillierte Architektur für das Blockchain-basierte Netzwerk entworfen werden, in der Hard- und Softwarekomponenten spezifiziert wurden.

Auch die Technologen und Maschinenbauer konnten zum Projekttreffen viel neues Wissen sammeln. Michael Meisel, Mitarbeiter des BCCM, stellte in einem Blockchain “Crashkurs” sehr anschaulich vor, wie die Technologie funktioniert und was wir im Projekt davon erwarten können. Die angeregten Zwischenfragen und Aha-Momente zeigten das große Interesse der Partner. Die bisherigen Arbeitsstände sind vielversprechend und so wird die Analysephase planmäßig bis zum Erreichen des ersten Meilensteins Ende Mai abgeschlossen sein. In den nächsten Wochen werden erste Versuche zur Überprüfung der Konzepte erfolgen. 

      

Text: Adrian Singer, IWU