Fokus Forschung: Aktuelle Forschungsergebnisse aus dem BMBF-Projekt „Open Engineering“

Donnerstag 22. November 2018, 10:00

Scientific Report "Vom Facharbeiter zur Promotion | Durchlässig . Innovativ . Digital"

„Lebenslange Weiterbildung und die Öffnung der Hochschulen für neue Zielgruppen sind die zeitgemäßen Antworten auf Fachkräftebedarf und demografischen Wandel. Sie schaffen so für jeden Einzelnen die Chance, sich neben Beruf und Familie flexibel weiterzuentwickeln und zu qualifizieren.“ (BMBF Wanka 2014)

Diese Aussage bringt die Kernziele des Bundeswettbewerbes „Aufstieg durch Bildung - Offene Hochschulen“ markant zum Ausdruck und beschreibt zugleich die Ausgangssituation der heutigen Akteure in diesem Prozess. Die Diversität der Randbedingungen in der akademischen Bildungslandschaft erfordert langfristige wissenschaftliche Vorgehensweisen und eine strategische Ausrichtung der Bildungsangebote für die zukünftige digitalisierte Bildungslandschaft. Getragen von diesem Anspruch haben sich die Hochschule Mittweida und die Technische Universität Chemnitz im Vorhaben „Open Engineering“ den Fragen der Entwicklung innovativer Modelle und Konzepte zur Sicherung lebenslangen Lernens in der ingenieurwissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung zugewandt. Im Fokus des Verbundprojektes stehen offene und fächerübergreifende Bildungsangebote mit modularen Studien- und Zertifikatsabschlüssen vom Facharbeiter bis zur Promotion.

Das Vorhaben „Open Engineering“ bündelt die Vielzahl der bisherigen Einzelprojektaktivitäten in einer hochschulübergreifenden Studienplattform. Es ist mit diesen Schwerpunktsetzungen integraler Bestandteil der Hochschulentwicklungsplanung der Hochschule Mittweida bis 2025, welche auf die Entwicklung und Umsetzung einer integrierten Digitalisierungsstrategie für Lehre, Forschung, Transfer und Hochschulmanagement gerichtet ist. „Kernaufgabe für die kommende Hochschulentwicklungsphase ist es, die Querschnittsthemen der Digitalisierung und Internationalisierung so zu verorten …, dass sie zu einem selbstverständlichen Teil der Lehr- und Forschungskultur werden und die Absolventinnen und Absolventen bestmöglich auf die sich ständig wandelnden Erfordernisse des Arbeitsmarktes vorbereiten.“ (Auszug HEP 2025 HS Mittweida)

Die Zielsetzungen des Verbundprojektes orientieren sich dabei unmittelbar an den übergeordneten Zielen des Bundeswettbewerbes, wie z. B.:

  • Erhöhung der akademischen Abschlüsse im Ingenieurbereich in enger Ausrichtung am Weiterbildungsbedarf der KMU
  • Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung
  • Konzipierung eines pilothaften und generalistisch übertragbaren Lehrgestaltungsprozesses durch innovative praxisverzahnte Lehrgestaltung
  • Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftssystems durch nachhaltige Verknüpfung eines Fachhochschulstudiums mit dem universitären Studium einer Technischen Universität in der lebenslangen wissenschaftlichen Weiterbildung.

Der vorliegende SCIENTIFIC REPORT „Vom Facharbeiter zur Promotion | Durchlässig . Innovativ . Digital“ fasst die wichtigsten Ergebnisse der ersten Projektphase zusammen. Im Fokus standen strategische Überlegungen zur Plattformgestaltung und Konzeptentwicklungen zu den Kernelementen der Plattform ebenso wie Piloterprobungen ausgewählter Lernstrategien und -konzepte und wissenschaftliche Arbeiten zur Lehrprozessgestaltung. Die Autoren möchten damit einen aktiven Beitrag zum bundesweiten Diskurs über die zukünftigen Gestaltungsoptionen lebenslanger Bildungsprozesse leisten und freuen sich über Reflexionen aus der Fachcommunity.

Weitere Ergebnisse sind hier verfügbar.

 

 

 

Das Verbundprojekt „Open Engineering“ wird im Rahmen des Wettbewerbs „Offene Hochschulen“ mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 16OH21011/12 gefördert. Laufzeit 1. Förderphase: 08.2014 - 01.2018 (2. Förderphase: 02.2018 – 07.2020)