Fokus Forschung: Mit 55 PLUS ist noch lange nicht Schluss

07.11.2019, 13:30

Workshop zur Nutzung Virtueller Technologien zur Teilhabe älterer Menschen am Arbeitsleben am 21.11.2019

Bewertung eines Montageplatzes am Virtual Reality System

In Anlehnung an das bekannte Lied von Udo Jürgens ist auch mit 55PLUS noch lange nicht Schluss! Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) definiert dies folgendermaßen:
„Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vermeidet eine konkrete Altersangabe und definiert ältere Arbeitnehmer(innen) als diejenigen Mitarbeiter(innen), die in der zweiten Hälfte des Berufslebens stehen, das Rentenalter noch nicht erreicht haben sowie gesund und leistungsfähig sind. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit sieht eine fließende Grenze zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr, ab der ein(e) Arbeitnehmer(in) als ältere(r) Beschäftigte(r) bezeichnet wird.“ (Quelle: DGUV Arbeitskreis „Folgen des demografischen Wandels“ für die UV-Träger, überarbeitet vom Sachgebiet Beschäftigungsfähigkeit im Fachbereich Gesundheit im Betrieb, Stand 5/2015)

Aufgabe der Unternehmen ist es, eine lange Beschäftigungsdauer und Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Beschäftigten bis zum Eintritt ins Rentenalter zu unterstützen und zu gewährleisten. Damit verbunden ist eine geplante und individuelle Gestaltung und Anpassung des jeweiligen Arbeitsplatzes an die veränderten Anforderungen älterer ArbeitnehmerInnen.

Im Projekt Teilhabe 55+ werden Einflussfaktoren erforscht und aufzeigt, wie diese Anpassung erfolgen kann. Ziel der Professur Produktionsinformatik der Fakultät INW im Projekt ist die Arbeitsplatzerhaltung und Arbeitsplatzgestaltung für ältere und potenzielle ArbeitnehmerInnen. Dazu erfolgt innerhalb des Projektes die pilothafte Arbeitsplatzgestaltung für einen Montagearbeitsplatz zur Steckdosenmontage.

Dabei wird ein Konzept zur Nutzung von Virtual Reality für die Arbeitssystemgestaltung innerhalb eines Workshops vermittelt werden. Gestalterische Maßnahmen werden virtuell in einer Modellumgebung abgebildet, es wird ein SOLL- / IST-Abgleich durchgeführt, praktische Versuche geben und eine Diskussion der Anforderungen und Optionen angeboten.

Der Workshop findet statt
am 21. November 2019
um 10:00 Uhr und 14:00 Uhr
im Haus 30 der Hochschule Mittweida (Lutherstraße 1a)

Wir laden Sie herzlich ein, die neuen Techniken zu testen und Ihre Wünsche und Ideen für die weitere Forschung einzubringen.
Der Workshop ist kostenlos, aus Kapazitätsgründen wird jedoch um eine Anmeldung gebeten.

Weitere Informationen zum Workshop und zur Anmeldung sind hier verfügbar
Auskunft zum Workshop erteilen Prof. Leif Goldhahn und Christina Pietschmann

Das Forschungsprojekt Teilhabe wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

Text: Prof. Leif Goldhahn, Christina Pietschmann, Annett Kober
Fotos und Grafiken: Fachgruppe Fertigungsorgansiation und Qualitätssicherung