Gründungsradar 2020

Gründungsradar 2020

Die Hochschule Mittweida spielt in Sachen Gründung in den obersten Plätzen mit

Dieses Jahr war es wieder soweit. Das Gründungsradar nahm zum fünften Mal Universitäten und Hochschulen ganz genau unter die Lupe, um herauszufinden: Wie sehr unterstützen die Einrichtungen ihre Studierenden, wenn es zum Thema Gründung kommt? Beleuchtet werden unterschiedliche Teilbereiche.

Schemabild mit Auflsitung der gesamten Gründungen und Aufteilung in einzelne Bereiche im Jahr 2019Insgesamt stieg die Zahl der Gründungen und Gründungsvorhaben im Vergleich zu den letzten Ergebnissen weiter an, was eine sehr positive Entwicklung darstellt. 2019 sind 2.176 Gründungen gemeldet worden. Das entspricht 10,5 Gründungen auf 10.000 Studierende. Zum Vergleich: Zwei Jahre zuvor lagen die gemeldeten Gründungen bei gerade mal ca. 1.700. 

SAXEED ist als Gründernetzwerk der Hochschule Mittweida, der Technischen Universität Chemnitz, der Westsächsischen Hochschule Zwickau und der TU Bergakademie Freiberg stolz darauf, exklusiv im Gründungsradar bedacht worden zu sein. Mit mehr als 1.400 Gründungsprojekten, aus denen rund 460 Unternehmen entstanden sind, kann SAXEED auf eine stolze Bilanz blicken. Unternehmensgründungen fördern und sie mit (regionalen) Partnern zusammenzuführen – das ist das Ziel des Bündnisses der vier südwestsächsischen Hochschulen. Bereits seit 15 Jahren lassen sich durch die produktive Zusammenarbeit der Hochschulen und Universitäten enorme Kräfte bündeln und Synergieeffekte erschließen. Dies hat natürlich Auswirkungen auf die Gründungsarbeit der Hochschule Mittweida im Vergleich zu anderen Hochschulen.

Die Bewertungen der Hochschule Mittweida im Gründungsradar 2020 können sich durchaus sehen lassen. Für das Ranking wurden in einer Umfrage insgesamt 46 Indikatoren aus sieben Kategorien erfragt, ausgewertet und bepunktet. In den Kategorien Gründungsverankerung, Gründungssensibilisierung, Gründungsqualifizierung, Gründungsunterstützung, Gründungsaktivitäten, Monitoring und Evaluation und Netzwerkarbeit erreichte die sächsische Hochschule für Angewandte Wissenschaften insgesamt 42,36 Punkte. Die gründungsfreundlichste mittelgroße Hochschule ist mit 54,2 Punkten die Hochschule Aalen.

Damit erreichte die Hochschule Mittweida im deutschlandweiten Vergleich eine Platzierung im oberen Drittel aller mittelgroßen Hochschulen und Universitäten. In Sachsen ist sie damit die zweitplatzierte Hochschule, direkt nach der Technischen Universität Chemnitz.

Insgesamt formuliert das aktuelle Gründungsradar natürlich einige zukunftsweisende Empfehlungen, um Gründungen weiterhin voranzutreiben. Dabei steht die Stärkung der Grundfinanzierung an oberster Stelle. Nach aktuellem Stand wird die Gründungssensibilisierung und -unterstützung zu beinahe drei Vierteln durch Drittmittel finanziert. Eine höhere Grundfinanzierung bedeutet einen nachhaltigen Aufbau von Strukturen und Ideen und mehr Praxiserfahrungen durch längere Beschäftigungsdauern in der Gründungsförderung.

Auch die Schwierigkeiten der Corona-Pandemie haben im Gründungsradar ihren Platz gefunden. Die Ergebnisse beziehen sich zwar auf das Jahr 2019, jedoch kann der einschlägige Einfluss der Pandemie nicht missachtet werden. Sie birgt Risiken und Chancen. Zum einen ist der persönliche Kundenkontakt ein wichtiges Mittel im Gründungsunternehmen, welcher nun nicht mehr ohne weiteres möglich ist. Auch Investorinnen und Investoren verhalten sich vorsichtiger, als vor der Corona-Krise. Auf der anderen Seite werden gerade jetzt Innovationen und neue Ideen dringend benötigt. Besonders im Bereich der Digitalisierung, Onlinedienstleistungen und Logistik müssen Veränderungen stattfinden. Die Anregung der Kreativität von Studierenden kann also ein guter Anfang zu mehr Gründungen in der Zukunft sein. Auch das Gründungsradar bestätigte, dass Beratungsanfragen in Zeiten von Corona eher mehr als weniger werden.

Gruppenbild der Teammitglieder von Saxeed an der Hochschule Mittweida, 5 PersonenDas Gründungsradar zeigt – Die Hochschule Mittweida spielt in Sachen Gründung in den obersten Plätzen mit. Die Umsetzung von Verbesserungsvorschlägen könnten weiteren Einfluss auf die Arbeit der Hochschule nehmen und bei der nächsten Erhebung für noch bessere Platzierungen sorgen. Eine erste Veränderung wird bereits in Form eines Starterpakets für Gründerinnen und Gründer und alle Selbstständigen auf den Weg gebracht. Die Verteilung der Überraschungspakete für angemeldete Gründungen wird nicht nur für mehr Unterstützung sorgen, sondern auch auf das Konto der Gründungsaktivitäten einzahlen. Wir sind gespannt und freuen uns auf ein weiteres Jahr der Gründungsberatung, Unterstützung und das Vorantreiben innovativer Ideen der Studierenden.

Das Team von SAXEED bedankt sich bei der Hochschule Mittweida für 15 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit und gemeinsames Wachsen.

 

Weitere Informationen

https://stifterverband.shinyapps.io/Gruendungsradar/

Saxeed an der Hochschule Mittweida

 

Text: SAXEED
Abbildung: Edition Stifterverband (2021): Gründungsradar. Essen, S. 6.
Foto: SAXEED