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Fokus Forschung: Dissertation zur Diagnostik/ Prognostik und zu neuen therapeutischen Ansätzen bei bösartigen Hirntumoren

Fokus Forschung: Dissertation zur Diagnostik/ Prognostik und zu neuen therapeutischen Ansätzen bei bösartigen Hirntumoren

Forschung, Kooperative Promotionen, Nachwuchsforschung

M.Sc. Nadin Exner schließt kooperative Promotion zwischen der Hochschule Mittweida und der Technischen Universität Dresden erfolgreich ab.

Portrait vom Frau Dr. Nadin Exner und Frau Prof. Petra Radehaus
Power in der Tumorforschung: Frau Dr. Nadin Exner (links) mit ihrer Mentorin Frau Prof. Petra Radehaus

Gliome zählen zu den gefährlichsten Hirntumoren und stellen derzeit große Probleme bei der Behandlung dar. Für eine erfolgreiche Behandlung ist eine genaue Bestimmung der Tumor-Subgruppen unerlässlich, da die Subgruppen unterschiedlich auf verschiedene Behandlungsmethoden reagieren.

Zu diesem Thema promovierte die Mittweidaer Absolventin Nadin Exner im kooperativen Verfahren mit dem Institut für Genetik der Fakultät Biologie und dem Institut für Klinische Genetik des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden und der Fakultät Angewandte Computer- und Biowissenschaften der Hochschule Mittweida.

Die Promotionsarbeit trug den Titel: „Identifikation neuer Biomarker und therapeutischen Ansätze für Gliome: NDST4 und ein Fusionsgen unter Beteiligung eines ROBO-Rezeptors als mögliche Kandidaten“.

Prof. Dr. Michael Göttfert von der TU Dresden, Prof. Dr. Evelin Schröck und PD Dr. Barbara Klink vom Institut für Klinische Genetik sowie Prof. Dr. Petra Radehaus von der Hochschule Mittweida begleiteten das Forschungsprojekt. Das Dissertationsprojekt wurde u.a. durch Mittel aus dem Innovationsvorhaben zur Profilschärfung an Hochschule für angewandte Wissenschaften des Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und der Sächsischen Aufbaubank gefördert.

In ihrer Promotionsarbeit hat Frau Exner genetische Analysen an Gliomen verschiedener Stadien durchgeführt, um Kandidatengene zu identifizieren, die als diagnostische und prognostische Marker bzw.als neue therapeutische Targets dienen könnten. Die im Rahmen der Dissertation durchgeführte Suche nach relevanten Driver-Genen, die Bestimmung der Zeitpunkte des jeweiligen Auftretens von genetischen Veränderungen, die funktionelle Charakterisierung relevanter Kandidatengene sowie die Generierung veränderter Zelllinien als Modellsystem liefern einen wichtigen Beitrag zu einem besseren molekularen Verständnis, genauerer Diagnostik und neuen Therapieansätzen für die bislang unheilbaren Gliome. Die Ergebnisse der Dissertation tragen dazu bei, dass Patienten zukünftig auf die molekularen Eigenschaften ihres Tumors abgestimmte Therapien erhalten können. Frau Exner hat bei ihrer Forschung Hochdurchsatzverfahren, wie Next Generation Sequencing und Array-CGH, CRISPR/Cas und die Target Locus Amplifikation sowie Flüssigchromatographie/Massenspektrometrie eingesetzt. Das von ihr im Bachelor- und Masterstudium an der Hochschule Mittweida erworbene Wissen u.a. aus den Bereichen der Zellkultivierung, Molekularbiologie und Bioinformatik lieferte die Grundlage für ihr experimentelles Arbeiten und die Auswertung der komplexen gewonnenen Daten.

Ergebnisse dieser Arbeit wurden u.a. 2019 in einer Publikation im Fachjournal Oncotarget veröffentlicht und sind unter folgendem Link verfügbar: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6557204/

Frau Exner verteidigte ihre Dissertation am 16. Juni 2021 in der TU Dresden erfolgreich mit dem Prädikat Magna cum laude (Note 1). Die Mitglieder der Promotionskommission und die Gäste nahmen virtuell per BigBlueButton an der Disputation teil.

Frau Dr.rer.nat. Nadin Exner, wir gratulieren herzlich zu dieser hervorragenden Leistung!

Text: Prof. Dr. Petra Radehaus
Foto: privat

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