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Fokus Forschung: Saxony5 - Wissensströme intelligent vernetzt: Der sächsische Transferverbund startet zuversichtlich ins nächste Jahr

Fokus Forschung: Saxony5 - Wissensströme intelligent vernetzt: Der sächsische Transferverbund startet zuversichtlich ins nächste Jahr

Forschung, Forschungsprojekte, Innovative Hochschule

Die fünf sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) blicken auf vier spannende Jahre des Wissens- und Technologietransfers im Transferverbund Saxony5 zurück und mit positiver Energie auf das letzte Jahr des geförderten Projektes.

Bildcollage aus Personen am Roboter, bei der Beratung, Portraitbild, Bühnenbild von einer Veranstaltung, mit 3D-Brille
Die sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sind stark im Transferverbund
Wie funktioniert Transfer bei Saxony5?

Unternehmen sind gerade in der heutigen Zeit auf Innovationen angewiesen, um Produkte bzw. Dienstleistungen weiterzuentwickeln oder neu hervorzubringen. Diese Ausgangslage haben die fünf sächsischen HAW, namentlich die HTW Dresden, die Westsächsische Hochschule Zwickau, die Hochschule Zittau/Görlitz, die HTWK Leipzig und die Hochschule Mittweida zum Anlass genommen, 2018 ein gemeinsames Verbundprojekt im Bereich Wissen- und Technologietransfer zu starten. Forschungsthemen, die in den HAW bearbeitet werden, sollen nach außen getragen und mit Partnern aus Unternehmen und Gesellschaft in konkreten Projekten umgesetzt werden. Wiederum haben auch Unternehmen die Möglichkeit, gezielt über sogenannte Transferbeauftragte an den Hochschulen mit Forschenden in Kontakt treten, um ihre Ideen auf Machbarkeit prüfen zu lassen oder Unterstützung bei der Umsetzung zu erhalten. Dies geschieht in den sogenannten Co-Creation Labs. Hier werden mittels Technologietransfer und interdisziplinärer Zusammenarbeit das Know-how, verschiedene Kompetenzen, Ideen, Verfahren und Technologien der HAW gebündelt, um miteinander und mit externen Partnern zu forschen und Innovationen zu entwickeln.

Forschungsthemen verständlich für alle

Die Forschungsinhalte sind komplex und für Außenstehende oft wenig verständlich. Ein wichtiger Teil der Transferarbeit ist daher, Forschungsergebnisse aufzubereiten und verständlich zu erklären. Was eignet sich besser dafür, als Veranstaltungen, die nicht nur für wissenschaftliches Personal ausgelegt sind? Auch unter pandemischen Bedingungen wurden 2021 im Verbund 45 Veranstaltungen wie „auf ein Bier mit Forschenden“, „Bürger trifft Wissenschaft“, „Transferimpulse“, „Matchmakings“ und der „Science Slam“ durchgeführt. Im Science Slam sind Forschende dazu angehalten, ihr Forschungsgebiet in 10 Minuten populärwissenschaftlich zu erklären. Sie treten im Wettbewerb gegeneinander an und das Publikum entscheidet per Applaus, wer sein Thema am überzeugendsten und anschaulichsten vermittelt hat. Eine Live-Übertragung bei YouTube macht das Format für alle zugänglich. Ziel ist es, die Begeisterung der Forschenden für ihre Wissenschaft sichtbar zu machen und in angeregte Diskussionen, interessierten Austausch und neue Kontakte zu überführen.

Das Team der Hochschule Mittweida aus dem Cluster für medialen Wissens- und Technologietransfer um Prof. Christoph Amrhein organisierte in diesem Jahr bereits zum dritten Mal den Mittweidaer Saxony5 Science Slam mit Engagement und Herzblut. Ebenfalls in Mittweida geboren wurden im Jahr 2021 die „Transferimpulse“ – eine Online-Veranstaltungsreihe, bei der immer am letzten Donnerstag im Monat Akteure und Partner im Verbund in kurzen Impulsvorträgen aktuelle Themen aus ihrer Forschung vorstellen und Trends und Anwendungsmöglichkeiten sowie Optionen für Kooperationen aufzeigen.

Geleitet wird das Saxony5-Vorhaben an der Hochschule Mittweida vom Prorektor Forschung, Prof. Dr.-Ing. Uwe Mahn.

Zuversichtlich durch die Pandemie

Das Saxony5-Netzwerk hat sich in vier Jahren stetig vergrößert. Zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Großunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen, Handelskammern und Verbünde, wie zum Beispiel der NABU, haben bereits mitgewirkt. Trotz Corona wurden zahlreiche Projekte und Vorhaben gemeinsam in Angriff genommen und erfolgreich abgeschlossen. Dies ist ein starkes Indiz dafür, dass das kooperative Arbeiten langfristig zur Steigerung der Effizienz und Effektivität von Transferaktivitäten führt und trotz pandemischer Bedingungen die Hochschulen vorantreibt.

So geht es weiter

Die Hochschulen haben im Verbund einen starken Gemeinschaftssinn entwickelt, konstruktiv miteinander gearbeitet und voneinander gelernt. Die gewonnenen Erkenntnisse der vergangenen Jahre sollen zukünftig in einem Folgeprojekt erfolgreich weiterentwickelt und etabliert werden. Am 02.12.2021 hat der Saxony5-Verbund daher einen Förderantrag beim Bundesministerium für Bildung und Forschung für eine zweite Projektphase von weiteren 5 Jahren eingereicht. Dieser Antrag fokussiert noch mehr auf die gesellschaftlichen und strukturellen Herausforderungen in Sachsen und zielt zudem darauf ab, Transferaktivitäten dauerhaft in den beteiligten Hochschulen zu etablieren.

Über Saxony5

Saxony5 wird seit 2018 im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) gefördert. Zum Verbund gehören die Westsächsische Hochschule Zwickau, die Hochschule Zittau/Görlitz, die Hochschule Mittweida, die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Gemeinsam bearbeiten Forschende aus den Standorten unterschiedliche Themenschwerpunkte z. B. in den Bereichen Fabrik der Zukunft, Additive Fertigung, Oberflächentechnik und Künstliche Intelligenz, Landwirtschaft und Biodiversität, Versorgungsinfrastruktur bis hin zu Vernetzter Mobilität.

Text: Saxony5, Hochschule Mittweida
Fotos: Saxony5