Fokus Forschung: Drei Jahre Laserforschung, sechs Talente und ein starkes Ergebnis
Fokus Forschung: Drei Jahre Laserforschung, sechs Talente und ein starkes Ergebnis
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Erfolgreicher Abschluss der Nachwuchsforschergruppe LaNaSax
Die LaNaSax-Gruppe: (v.r.n.l. Robby Ebert (Projektmanagement, Seminar Patent-Antragswesen), Mirko Weber (WiMi, Elternzeitvertretung), Laura Römer (WiMi), Martin Erler (Betreuer), Florian Heinrich (WiMi), Felix Erichson (WiMi), Vanessa Schumann (WiMi), Eric Syrbe (WiMi), Philipp Rebentrost (WiMi), Prof. Richard Börner (Leiter), Prof. André Streek (Co-Leitung) es fehlt Steffen Weißmantel (Co-Leitung) (Foto: Laserinstitut Hochschule Mittweida)
Mit dem Jahresende 2025 ist an der Hochschule Mittweida die Nachwuchsforschergruppe „LaNaSax – LAsertechnologien für eine zukunftsorientierte und NAchhaltige sächsische Wirtschaft“ zu Ende gegangen.
Drei Jahre lang – von Januar 2023 bis Dezember 2025 – arbeiteten hier junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an modernen, energieeffizienten Lasertechnologien, die für Klimaschutz, Ressourceneffizienz und die Wettbewerbsfähigkeit der Region immer wichtiger werden. Gefördert wurde das Vorhaben durch Mittel des ESF und des Freistaats Sachsen. Neben sechs Vollzeitstellen für Nachwuchsforschende bot LaNaSax auch 19 studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräften wertvolle Einblicke in Forschung, Lehre und Wissenschaftskommunikation – ein echtes Qualifizierungsprojekt.
Drei Forschungsfelder – ein gemeinsames Ziel: nachhaltige Laserinnovation „made in Saxony“
LaNaSax vereinte drei thematische Säulen, in denen jeweils zwei Teilprojekte eng verzahnt arbeiteten – ganz klar auf Transfer und den nachhaltigen Kompetenzaufbau für Unternehmen und Forschungspartner in Sachsen ausgerichtet.
1) Biophotonik (Arbeitsgruppe Professor Richard Börner) Hier ging es um die schonende Untersuchung von Biomolekülen, vor allem von RNA. Die Gruppe entwickelte neue Fluoreszenzmarkierungs- und Messstrategien sowie eine Softwarepipeline zur FRET basierten Strukturmodellierung – ein Tool, das künftig auch anderen Forschenden zur Verfügung stehen kann.
2) UKP-/PLD-Lasertechnologien (Arbeitsgruppe Professor Steffen Weißmantel) Der Fokus lag auf Ultrakurzpuls-Burst-Prozessen – von superharten Beschichtungen über funktionale Schichten bis hin zur laserbasierten Oberflächenmodifizierung von Verbundwerkstoffen. Ein wichtiger Beitrag, um Materialien langlebiger und Prozesse energieeffizienter zu machen.
3) Laserbasierter 3D-Druck (Arbeitsgruppe Professor. André Streek) Die dritte Säule widmete sich ressourcenschonenden Lösungen in der Additiven Fertigung – etwa Mikro SLM für hochkomplexe Wärmeübertrager oder dem direkten 3D Druck keramischer Batteriekomponenten ohne Ofensintern.
Ausgezeichnete junge Forschung
LaNaSax vereinte junge Talente, die mit ihren innovativen Ideen und Fachkompetenz überzeugten, und das über Hochschulgrenzen hinweg. Mehrfach ausgezeichnet für ihre herausragenden Arbeiten, zeigten die Mitglieder eindrucksvoll, wie exzellente Forschung von morgen aussieht.
Highlights waren:
1. Platz Wissenschaftspreis HSMW 2024 – Felix Erichson
1. Platz Posterpreis (German Biophysical Society 2024) – Mirko Weber
2. Platz „Best Talk“ auf der Nachwuchswissenschaftler:innenkonferenz 2024 – Josephine Meitzner
2. Platz „Best Paper“ (Nachwuchswissenschaftler:innenkonferenz 2024) – Philipp Rebentrost
1. Platz „Best Talk“ auf der ICPLT 2024 in Rom – Eric Syrbe
Publikationen, Patent, Konferenzen – und vor allem viel Qualifizierung
Mit bisher über 40 wissenschaftlichen Beiträgen zwischen 2023 und 2026, darunter 11 internationale Publikationen in peer reviewed Journalen, einem Patent zur laserinduzierten Schichtabscheidung im Burst Modus und reger Beteiligung mit Vorträgen und Postern an nationalen sowie internationalen Konferenzen zeigte LaNa Sax eindrucksvoll, wie produktiv Nachwuchsförderung sein kann. Mindestens ebenso wichtig: Die Nachwuchsforschenden wurden breit qualifiziert – nicht nur im Labor, dem Anlagenbetrieb und am Computer, sondern auch in Lehre, Wissenschaftskommunikation, Gleichstellungsthemen, Digitalisierung und wissenschaftlichem Projektalltag. So wurden Lehranteile in Praktika und Seminaren übernommen und didaktische Fähigkeiten gezielt gestärkt. Die Teilnahme am HDS-Workshop „Gendersensibilität in der wissenschaftlichen Lehre“ und am Selbstlernangebot „ChanGe – Chancengerechte Hochschule“ vertiefte aktuelle Themen aus der Gesellschaft. Parallel wurde die Öffentlichkeitsarbeit aktiv gestaltet – u. a. mit Formaten wie Workshop-Beiträgen auf der SPIN2030 in Dresden und der makers united 2024 in Chemnitz sowie dem jährlichen HSMW-Highlight der Nacht der Wissenschaften, bei denen Forschung verständlich und erlebbar gemacht wurde.
Stand der Biophotonik im Foyer des LHM (Foto: Sebastian Weinhold)
Abschluss mit Perspektive
Den offiziellen Abschluss bildete das Treffen am 29. Januar 2026, bei dem die Nachwuchsforschenden ihre Ergebnisse präsentierten – ein sichtbarer Höhepunkt drei intensiver Jahre. LaNaSax zeigt, wie Nachwuchsförderung an der Hochschule Mittweida gelingt: forschungsstark, praxisnah, nachhaltig und mit direktem Nutzen für die Region. Die aufgebauten Kompetenzen und Netzwerke wirken weiter und fließen bereits in neue Projekte und Kooperationen ein – unter anderem in ein InnoTeam Projekt zur Beschichtungstechnologie und ein BMFTR Projekt im Rahmen des „WIR! DIANA“-Bündnisses.
Text: Richard Börner (Projektleiter) / Annett Kober
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