Am 24. Februar 2026 fiel bei der Hexagon Metrology GmbH in Wetzlar der offizielle Startschuss für das Verbundprojekt MultiDATBot. Partner aus Forschung, Industrie und Bildung kamen zusammen, um die Zusammenarbeit im Rahmen des BMFTR-geförderten und des vom PTKA betreuten Projekts zu starten und die nächsten Schritte für die kommenden drei Jahre abzustimmen. Die Laufzeit des Verbundes ist vom 01.01.2026 bis 31.12.2028.
Fokus Forschung: Smarte Multi-Cobot-Systeme
Fokus Forschung: Smarte Multi-Cobot-Systeme
Kick-off für MultiDATBot in Wetzlar – Start eines neuen Forschungsverbunds zur menschzentrierten Automatisierung
Ziel von MultiDATBot ist die Entwicklung eines menschzentrierten, intelligenten Datensystems für Multi-Cobot-Anwendungen in der Kleinserienfertigung. Durch die intelligente Verknüpfung von Robotik, Messtechnik, KI-gestützter Datenanalyse, basierend auf einem Datenökosystem, und innovativen Qualifizierungsformaten soll ein neues Produktionskonzept entstehen, das insbesondere KMU den Zugang zu automatisierten, datenbasierten Fertigungsprozessen erleichtert.
Im Zentrum steht ein vernetztes Datenökosystem, das Mess- und Prozessdaten für adaptive Prozesssteuerung, höhere Qualitätsstabilität und eine intuitive Bedienung auch durch Nicht-Expert:innen in Echtzeit nutzbar macht. Parallel werden digitale Lernangebote und Trainingskonzepte für ein Lernmanagementsystem entwickelt, um Beschäftigte gezielt auf die Arbeit mit kollaborativen Robotersystemen vorzubereiten.
Die Hochschule Mittweida koordiniert durch die Professur Produktionsinformatik (Professor Leif Goldhahn) den Verbund und verantwortet Projektmanagement, Transfer und Öffentlichkeitsarbeit. Die Professur führt darüber hinaus die arbeitswissenschaftliche Begleitforschung im Projekt durch und entwickelt lernförderliche Arbeitsplatzgestaltung sowie didaktische Konzepte für die Mensch‑Roboter‑Interaktion. Mit den Professuren Digitales Fertigungs- und Qualitätsmonitoring, Automatisierte Fügeprozesse und Simulation und Fertigungsautomatisierung treibt sie die Technikstränge voran: robotergestützte Messprozesse, kompensationsmodellbasiertes Cobot‑Schweißen und ein durchgängiges Bedien‑/ Programmierkonzept. Sie bringt das Datenökosystem in die Anwendung, integriert Schnittstellen und Validierung im Demonstrator und überführt Ergebnisse in Qualifizierungsangebote.
Ziel ist eine menschzentrierte, datenbasierte Automatisierung für die Kleinserienfertigung – praxisnah erprobt, transferfähig und anschlussfähig für KMU. Das Kick-off diente der Abstimmung der technischen und didaktischen Projektstränge, der Rollenverteilung im Konsortium sowie der Definition erster Meilensteine. Ein anschließender Rundgang durch die Hexagon-Produktion bot praxisnahe Einblicke in industrielle Messtechnik und zukünftige Anwendungsszenarien.
Dem Verbund gehören die neben den geförderten Partnern Hochschule Mittweida, Silicon Saxony e.V., Hexagon Metrology GmbH, IconPro GmbH sowie dem Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft gGmbH auch die assoziierten Partner GOLDBECK Bauelemente Treuen GmbH, Wandelbots GmbH, Aukom e.V., Grötschel GmbH, IHK Dresden, Industrie- und Handelskammer Chemnitz, Unternehmensverband der Metall- und Elektroindustrie Sachsen e. V., Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH an.
Text und Bild: Robert Eckardt
Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Programm „Zukunft der Wertschöpfung – Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit“ (Förderkennzeichen 02L25A080) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei der Autorin / beim Autor / bei den Autoren.