An der Hochschule Mittweida entsteht mit KI:X „Wissensinkubator für digitale Zukunftstechnologien“ ein offener Forschungsraum an der Schnittstelle technologischer Entwicklung und praxisnaher Anwendung. Ziel des Vorhabens ist der Aufbau eines Wissensinkubators, der Wissen aus den Bereichen Technologie, Anwendung und Wirtschaft systematisch nutzbar machen möchte. Im Fokus stehen Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) und Extended Reality (XR) sowie weitere digitale Schlüsseltechnologien.
Fokus Forschung: KI:X gestartet – Motor für digitale Zukunftstechnologien
Fokus Forschung: KI:X gestartet – Motor für digitale Zukunftstechnologien
Mit dem neuen Wissensinkubator KI:X wird ein offener Entwicklungsraum für digitale Zukunftstechnologien geschaffen.
Ein Innovationsraum für alle – offen, praxisnah, vernetzt
KI:X ist als offenes Innovationsökosystem konzipiert, in dem Studierende und Forschende gemeinsam mit externen Expertinnen und Experten sowie Akteurinnen und Akteuren aus der Praxis zusammenarbeiten. Im Mittelpunkt der geplanten Aktivitäten steht der Austausch von Wissen, die darauf aufbauende Entwicklung und Erforschung neuer Anwendungsideen sowie die gezielte Vorbereitung von Transfer- und Verwertungsvorhaben. KI:X soll damit einen Beitrag leisten, neue technologische Entwicklungen schneller in die wirtschaftliche Anwendung zu bringen.
Qualifizierung durch Wissensaustausch und Einblicke aus der Praxis
Studierende und Forschende der HSMW sollen durch den Austausch mit Wissensträgerinnen und Wissensträgern aus der Praxis in ihrer Qualifikation gestärkt werden. Dies soll nicht nur Gründungsvorhaben unterstützen, sondern auch Studierende und Forschende für Tätigkeiten im regionalen Mittelstand begeistern. Durch interdisziplinäre Zusatzqualifikationen sollen Karrieremöglichkeiten sowohl in der Wissenschaft aber vor allem auch in der Wirtschaft verbessert werden. Geplant sind praxisnahe Formate, Projektwerkstätten, Workshops, Entwicklungskooperationen und der Austausch mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Branchen.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit über Hochschulgrenzen hinaus
Koordinator ist Prof. Dr. Philipp Klimant, Leiter der Professur Virtuelle Technologien (VT). Sieben Professuren und Institute der Hochschule Mittweida bringen ihre Expertise ein – ergänzt durch starke Industriepartner wie Siemens AG, Volkswagen AG, TRUMPF SE & Co. KG und Hörmann Rawema.
HSMW-intern beteiligt sind:
- Prof. Dr. Andreas Ittner, Blockchain Competence Center Mittweida (BCCM)
- Prof. Dr. Alexander Knauer, Professur Zukunftstechnologien und Entrepreneurship
- Prof. Dr. Michael Kuhl, Professur Systemelektronik
- Prof. Dr. Alexander Marbach, Creative Content Design und virtual Production
- Prof. Dr. Marc Ritter, Professur Medieninformatik
- Undine Schmalfuß, Institut für Mittelstandskooperation (MIKOMI)
- Prof. Dr. Thomas Villmann, Sächsisches Institut für Computational Intelligence und Maschinelles Lernen (SICIM)
Das Projekt soll Mittweida als Innovationsstandort im Bereich digitaler Schlüsseltechnologien weiter etablieren und ein Ökosystem schaffen, das Forschung, Industrie und Gesellschaft dauerhaft enger miteinander verbindet.
Projektleiter Philipp Klimant fasst es so zusammen: „Das KI:X soll die Hochschule Mittweida als Innovationsstandort für digitale Zukunftstechnologien weiter stärken. Gleichzeitig soll ein offenes Innovationsökosystem entstehen, das Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft enger miteinander vernetzt und neue Impulse für technologische Entwicklungen und Gründungsvorhaben setzt.“
Hintergrund: Bundesförderung für starke Hochschul-Forschungsräume
Möglich wird KI:X durch die Förderung im Bundesprogramm „HAW-ForschungsraumQualifizierung“. Das Programm unterstützt Hochschulen für Angewandte Wissenschaften beim Aufbau neuer Forschungsinfrastrukturen, die nachhaltig wirken und neue Vernetzungen schaffen sollen. Für die Entwicklung von KI:X stellt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) insgesamt rund 3 Millionen Euro bis September 2029 bereit. Danach soll der Wissensinkubator wirtschaftlich eigenständig weitergeführt und verstetigt werden.
Text: Prof. Philipp Klimant
Foto: erstellt mit KI