Einblicke in das ECS Meeting 2026 in Seattle, Nurul Amanina Binti Omar war dabei
Nurul Amanina Binti Omar während ihres Vortrags
Das 249. Meeting der Electrochemical Society (ECS) fand vom 24. bis 28. Mai 2026 in Seattle, USA, statt. Die internationale Konferenz brachte Promovierende, Forschende sowie Unternehmensvertreterinnen und -vertreter aus der Industrie zusammen und bot eine Plattform für den Austausch über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Batterien, Brennstoffzellen, Sensorik und Galvanotechnik. Unter dem Leitthema „Sustainable Technologies“ wurde die zentrale Bedeutung der Elektrochemie und Festkörperwissenschaft für die Bewältigung aktueller Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit hervorgehoben.
Im Rahmen der Tagung wurden zahlreiche aktuelle Entwicklungen vorgestellt und diskutiert, von Technologien für saubere Energie und Strategien zur Dekarbonisierung bis hin zu kreislauffähigen Materialien und klimaresilienten Systemen. Das vielfältige Programm aus Fachvorträgen, Podiumsdiskussionen, Postersessions, Tutorials und Ausstellungen bot einen umfassenden Einblick in innovative Forschungsansätze zur Reduzierung von Emissionen, zur effizienten Nutzung von Ressourcen und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung.
Aus der Hochschule Mittweida nahm Nurul Amanina Binti Omar aus der Forschungsgruppe von Professor Frank Köster aus der Fakultät INW an der Tagung teil. Im Rahmen ihrer kooperativen Promotion mit der TU Ilmenau präsentierte sie aktuelle Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten und tauschte sich mit Fachkolleginnen und -kollegen aus Wissenschaft und Industrie zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Elektrochemie aus.
Das Forschungsvorhaben von Nurul Amanina Binti Omar zielt darauf ab, die Bauteillebensdauer durch die Erzeugung einer innovativen Verschleißschutzschicht signifikant zu verbessern. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht die Einlagerung von amorphen Borpartikeln in NiP-Schichten mit anschließender Wärmebehandlung als nachhaltige Alternative zu konventionellen Borierverfahren und Hartchrombeschichtungen. Der entwickelte Ansatz ermöglicht hohe Härte- und Verschleißbeständigkeit bei gleichzeitig deutlich verkürzten Wärmebehandlungszeiten und reduziertem Energieverbrauch. Damit bietet er großes Potenzial für industrielle Werkzeuganwendungen und trägt zugleich zu einer verbesserten Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz bei.
Die Konferenz erwies sich für die Nachwuchswissenschaftlerin aus Mittweida als äußerst bereichernde Erfahrung. Durch ihren Fachvortrag konnte sie ihre Forschungsergebnisse einem internationalen Publikum vorstellen und wertvolle wissenschaftliche Diskussionen führen. Darüber hinaus engagierte sich die Forscherin der Hochschule Mittweida aktiv als Session Chair sowie als Jurymitglied bei der Bewertung wissenschaftlicher Poster.
von links nach rechts: Gisella Lucero Lucas (TU Ilmenau), Nurul Amanina Binti Omar (HSMW/TU Ilmenau), Dr. Adriana Ispas (TU Ilmenau) und Prof. Andreas Bund (TU Ilmenau)
Nurul Amanina Binti Omar als Vorsitzende der dritten Sitzung von E02 – Electrodeposition of Multiphase Materials
Als besonders inspirierend empfand sie die diesjährige Plenarvorlesung von Prof. Wang aus der University California San Diego über die neuesten Entwicklungen im Bereich tragbarer bioelektronischer Systeme für die kontinuierliche und nichtinvasive Gesundheitsüberwachung. Besonders beeindruckend waren die Fortschritte bei multimodalen, hautnah getragenen Sensoren, die verschiedene chemische und physikalische Parameter gleichzeitig erfassen und dadurch wertvolle Echtzeitinformationen über den Gesundheitszustand liefern können. Darüber hinaus wurden energieautarke Wearable-Systeme sowie deren Potenzial für zukünftige kommerzielle Anwendungen zur Diagnose und Behandlung von Krankheiten wie Diabetes, Parkinson oder Sepsis vorgestellt.
Nurul Amanina Binti Omar sagt: "Mich hat besonders beeindruckt, wie interdisziplinäre Forschung aus den Bereichen Materialwissenschaft, Elektronik und Medizin zu innovativen Lösungen für die Gesundheitsüberwachung beiträgt. Die vorgestellten Ansätze zeigen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse zunehmend in praxisnahe und gesellschaftlich relevante Anwendungen überführt werden können."
Nurul Amanina Binti Omar nutzte die Gelegenheit, ihr internationales Netzwerk auszubauen, neue Kontakte zu knüpfen und wertvolle interdisziplinäre Einblicke aus Wissenschaft und Industrie zu gewinnen. Die vielfältigen Eindrücke und Gespräche lieferten zahlreiche Anregungen für zukünftige Forschungsprojekte und Kooperationen. Insgesamt verdeutlichte die Konferenz einmal mehr die Bedeutung des internationalen wissenschaftlichen Austauschs für die Förderung von Innovationen und nachhaltigen technologischen Lösungen.
Blick auf Seattle und den Mount Rainier von der Aussichtsplattform der Space Needle
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