Fokus Forschung: MetroXRAINE: Exzellente Netzwerk-Möglichkeit für regionale Unternehmen

Fokus Forschung: MetroXRAINE: Exzellente Netzwerk-Möglichkeit für regionale Unternehmen

Forschung, Veranstaltungen

Die Hochschule Mittweida und EURECA-PRO sind Mitausrichterinnen der internationalen Wissenschaftskonferenz IEEE MetroXRAINE vom 20. bis 22. Oktober 2026 in Chemnitz | Die Anmeldung ist geöffnet.

Symbolbild mit menschlichem Roboter und Plakaten der Konferenz
MetroXRAINE findet vom 20. bis 22. Oktober 2026 in Chemnitz statt.

Vom 20. bis 22. Oktober 2026 wird Chemnitz zum Treffpunkt für internationale Wissenschaftler:innen auf dem Gebiet der Messtechnik (Metrology) für eXtended Reality, Artificial Intelligence und Neural Engineering. Die Hochschule Mittweida und EURECA-PRO sind Mitausrichterinnen der internationalen Wissenschaftskonferenz IEEE MetroXRAINE. Flaviana Tagliaferri, Assistenzprofessorin an der Hochschule Mittweida und Mitglied im Organisationskomitee, erklärt, was dahintersteckt.

Frau Dr. Tagliaferri, die Hochschule Mittweida ist Mitausrichterin der internationalen Konferenz IEEE MetroXRAINE. Was ist das überhaupt?

Die Abkürzung IEEE steht für „Institute of Electrical and Electronics Engineers“ – den weltweit größten öffentlichen Verband für Ingenieurtechnik. Das allein sagt einiges aus. Die MetroXRAINE-Konferenz bringt Wissenschaftler:innen aus aller Welt zusammen, die an hochaktuellen Forschungsthemen auf dem Gebiet der Messtechnik für eXtended Reality – ein Sammelbegriff für immersive Technologien wie Augmented oder Virtual Reality – Künstliche Intelligenz (KI) und Neurotechnik arbeiten.

Die Konferenz findet zum 5. Mal statt und ist damit vergleichsweise „jung“. Welche Rolle kann sie für die Region Chemnitz und Mittweida spielen?

Teilnehmende erhalten hier Zugang zu aktueller Spitzenforschung und vielfältige Möglichkeiten zum Austausch mit führenden Expert:innen aus Wissenschaft und Industrie. Für lokale und regionale Unternehmen ist das also eine exzellente Möglichkeit, sich zu vernetzen und auf den aktuellen Forschungsstand zu bringen. Gleiches gilt für Promovierende und Wissenschaftler:innen. Die letzte Auflage zählte 280 Teilnehmende aus 28 Ländern. Es wurden 234 wissenschaftliche Beiträge von insgesamt 926 Autor:innen eingereicht. Nicht schlecht für eine „junge Konferenz“. Chemnitz reiht sich als Veranstaltungsort übrigens hinter Rom, Mailand, London und Ancona ein.

Wie wurde die Hochschule Mittweida zur Mitausrichterin dieser internationalen Konferenz?

Italienische Kolleg:innen haben mich eingeladen, aktiv zur zweiten Auflage der Konferenz in Mailand beizutragen. Diese Gelegenheit habe ich mit meinem Mentor, Professor Michael Kuhl genutzt: Wir haben einen Konferenzteil organisiert und Forschungsaktivitäten der europäischen Hochschulallianz EURECA-PRO präsentiert, deren Mitglied die Hochschule Mittweida ist.

In welchem Umfang ist die Hochschule Mittweida mittlerweile beteiligt?

Die HSMW ist heute eine etablierte Partnerin der IEEE MetroXRAINE. Immer mehr Kolleg:innen engagieren sich in verschiedenen Bereichen des Programms. Seit 2023 habe ich die Rolle des Technical Programme Chair inne und bin an der Gestaltung des wissenschaftlichen Programms der Konferenz beteiligt. Professor Kuhl ist Teil des Konferenz-Vorstandes. Außerdem sind auch Studierende der HSMW im Gremium für das Jugendprogramm involviert, das sich an Studierende richtet.

Und welchen wissenschaftlichen Beitrag leistet die Hochschule Mittweida zum diesjährigen Programm?

Sehr spannende (lacht). Wir werden beispielsweise über intelligente Mensch-Maschine-Schnittstellen und kognitive Technologien sprechen – also wie kognitive Psychologie und künstliche Intelligenz verbunden sind – darüber, was immersive Technologien und Messsysteme für die Rekonstruktion von Daten in der Forensik leisten können und auch über Roboter, die in der Industrie mit Menschen zusammenarbeiten, sogenannte kollaborative Roboter.

Frau Dr. Tagliaferri, vielen Dank für das Gespräch!

Interessierte können sich auf der Konferenzwebsite einen Überblick über alle Thematic Sessions und weitere Programmhöhepunkte sowie Speaker verschaffen. Die Anmeldung ist geöffnet.

Der Interview führte Sarah Albrecht.

Bilder: MetroXRAINE, Sarah Albrecht